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Ausbildung auf Augenhöhe

Die Förderung von Auszubildenden stellt Unternehmen und ihre Ausbilder im Alltag vor große Herausforderungen. Mit dem Programm „GROW“ hat die DMK Group einen mehrjährigen Prozess zur Verbesserung der Ausbildung initiiert. Dabei ging es vor allem um Frage, wie Ausbilder ihre Azubis besser bei der persönlichen Entwicklung begleiten können. Dieser Ansatz ist jedoch in den Ausbildungsrichtlinien von Unternehmen meist nicht institutionalisiert. Mit einem richtungsweisenden Projekt geht die DMK Group jetzt voraus und führt neue Strukturen und Standards ein.

„Wir wollen damit die klare Botschaft senden, dass Ausbildung für uns keine Nebensache ist“

Ines Krummacker

Für viele Auszubildende war 2020 ein Jahr der Unsicherheit. Durch die Corona-Pandemie standen viele vor der Frage, wie sie ihre Ausbildung in Zeiten von Lockdowns und kontinuierlichen Kontaktbeschränkungen überhaupt absolvieren können. Um dies zu gewährleisten, waren auf Unternehmensseite enorme Anstrengungen notwendig. „Wir mussten schnell reagieren und sicherstellen, dass Azubis und Ausbilder, wo möglich, von zu Hause arbeiten können. Auf diese Weise haben unsere Azubis bereits Erfahrung mit digitalem Lernen und Online-Prüfungen gesammelt“, erklärt Ines Krummacker, CHRO der DMK Group. „Zusätzlich haben wir innerhalb kürzester Zeit Teambuildingmaßnahmen wie unsere jährliche StartUp-Veranstaltung digitalisiert. Doch das kann natürlich nicht über den Punkt hinwegtäuschen, dass wir uns als modernes Unternehmen generell den sich ändernden Anforderungen an die Ausbildung stellen müssen. Als Ausbildungsbetrieb mit jährlich über 90 neuen Auszubildenden stellen wir an vielen Stellen fest, dass die neue Generation mehr von einer guten Ausbildung erwartet.“ Nicht umsonst befindet sich die Ausbildung heute in einem Wettbewerb mit den Fachhochschulen, da sich viele bessere Aufstiegsmöglichkeiten durch ein Studium erhoffen. Deshalb hat die DMK Group mitten in der Pandemie ihre Ausbildungsstandards durchleuchtet und komplett überarbeitet. Das Ergebnis ist das Programm „GROW“. Und das hat vor allem ein Ziel: Ausbildung auf Augenhöhe.

„Wir haben in der Vorbereitung auf dieses Projekt keinen Stein auf dem anderen gelassen und sind der Frage nachgegangen, wie wir unser Ausbildungssystem umgestalten müssen, um die Entwicklung unserer Auszubildenden zu unterstützen und ein modernes Arbeitsumfeld zu schaffen“, so Ines Krummacker. Als ein wesentlicher Hebel hat sich dabei der Faktor „Zeit“ herausgestellt, da die Ausbilder auch immer einen Spagat zwischen ihrem Hauptberuf und ihren Schützlingen meistern müssen. Deshalb haben wir im ersten Schritt hier angesetzt und den Faktor Zeit adressiert: Ab sofort erhält jeder Ausbilder 2,5 Stunden pro Woche und Azubi Zeit, um sich der Ausbildungsarbeit zu widmen. „Wir wollen damit die klare Botschaft senden, dass Ausbildung für uns keine Nebensache ist“, betont Ines Krummacker.

 

 

Zusätzlich wurden auch neue Ausbildungsgrundsätze gemeinsam mit den Ausbildern geschaffen, die die Lehre maßgeblich beeinflussen sollen. Im Fokus steht dabei die ganzheitliche Entwicklung der Auszubildenden, indem diese durch die neuen Freiheiten der Ausbilder individuell gefördert werden – ganz nach ihren jeweiligen Stärken und Schwächen. Anhand von Onlinefragebögen, Feedbackgesprächen und Reflexionsworkshops, wurde hierfür der Grundstein gelegt. Ziel ist es, positive Beispiele bei der Förderung von Mitarbeitern zu identifizieren und durch klare Richtlinien als Basis für die gesamte Ausbildungsarbeit zu definieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch die Ausbilder weiter an ihrer Qualifikation arbeiten und ein Verständnis für die sich wandelnden Anforderungen in der Lehre entwickeln müssen. „Wir wollen ihnen das Rüstzeug geben, um die neuen Möglichkeiten optimal nutzen zu können. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen rollen wir die neuen Standards innerhalb des Unternehmens aktuell mit digitalen Workshops aus und legen damit den Grundstein für unser neues Ausbildungssystem.“, erläutert Sabina Wieczorek, HR Development Manager bei der DMK Group.

„Das war zu Beginn natürlich eine Herausforderung, da wir auch vor der Frage standen, wie man am besten über Videokonferenzen Wissen vermitteln kann.“ Am Ende dieses Entwicklungsprozesses steht jetzt ein Programm, das über mehrere Stufen die über 60 Ausbilder in der DMK Group auf die neuen Anforderungen vorbereitet. Auf dieser Basis soll „GROW“ dann als neue Leitlinie für die Ausbildung implementiert werden.

„Ausbildung ist ein fester Bestandteil unserer DMK-Kultur.“

Ines Krummacker

Ines Krummacker sieht die DMK Group damit gut gerüstet: „Auch wenn wir bereits über ein gutes Ausbildungssystem verfügt haben, müssen wir in Sachen Ausbildung vorwärts denken und uns neu aufstellen. Wir wollen eine neue Generation ansprechen und insgesamt eine noch bessere Qualität schaffen, um qualifizierte Fachkräfte von Morgen auszubilden und zu binden. Die wertvolle und zukunftsorientierte Arbeit braucht Rückendeckung und darf keine Nebenbeschäftigung sein. Ausbildung ist ein fester Bestandteil unserer DMK-Kultur.“